Regenbogenbrücke Regenbogenbrücke
Donnerstag, 25 Juli 2019 09:20

Unser Robby

geschrieben von

“Menschen werden geboren, damit sie lernen können, wie man ein gutes Leben führt. Zum Beispiel alle anderen zu lieben und die ganze Zeit ein guter Mensch zu sein. Hunde wissen bereits, wie man das tut, deswegen werden sie auch nicht so alt.”

(Worte eines 6-jährigen Jungen beim Abschied von seinem Hund)

 

Mein lieber Robby,

heute habe ich die schlimmste aller Nachrichten bekommen, nämlich die, dass man dich gestern Abend erlösen musste. Natürlich warst du kein junger Hund mehr, natürlich hattest du einige Zipperlein, natürlich sagte der Verstand, dass du nicht ewig bleiben kannst. Dass irgendwann diese Nachricht kommen würde. Und natürlich hat das Herz sich stets geweigert, daran zu denken. Bei unseren letzten Spaziergängen warst du sehr munter und gut drauf – wer hätte ahnen können, dass der Abschied so schnell kommen würde?

Wir kannten uns nicht besonders lang. Nur etwas mehr als ein halbes Jahr. Und trotzdem schmerzt es so sehr.

Ich werde nie unseren ersten Spaziergang vergessen. Du warst die Ignoranz in Person. Aber warum solltest du auch diese fremden Zweibeiner beachten, die vermutlich nicht wiederkommen werden? Aber wir kamen wieder. Und mit jedem Besuch tautest du mehr auf. Schlussendlich wurden wir Freunde. Wir hatten unsere Rituale, die mich selbst jetzt noch zum lächeln bringen. Immer, wenn du am See etwas getrunken und dich abgekühlt hast, kamst du danach zu mir und hast deine Streicheleinheiten eingefordert (und meine Klamotten vollgesabbert – aber wer könnte dir das übel nehmen?). Selbst als es heiß war, der Weg zum See zu weit und wir einen Napf samt Wasserflaschen auf den kurzen Spaziergang mitgenommen haben – selbst da hast du mich nach dem Trinken angestupst und wolltest schmusen. Was haben wir gelacht.

Als wir uns kennenlernten, steckte ich mitten in einer wirklich miesen Zeit. Du hast mir mehr geholfen, als du ahnst. Dafür werde ich dir ewig dankbar sein.

 

Du hattest deine Besonderheiten, warst ein Charakterhund. Und ich bin mir sicher, du bist es immer noch. Versuch, lieb zu den Engeln zu sein, mein Schatz.

 

Von ganzen Herzen und mit all unserer Liebe – Robby, leb wohl.

 

Deine Paten

Ingrid, Reinhard und Monika

Mittwoch, 03 Oktober 2018 11:20

Unser alter Mann“…

geschrieben von

Dan wurde im Sommer 2017 bei uns wegen Bissigkeit abgegeben. Über  seiner Vorgeschichte erfuhren wir, dass er im Polizeidienst war und aus uns nicht bekannten Gründen im Privatbesitz gelandet ist.

In den ersten Tagen nach seiner Ankunft kristallisierte sich schnell heraus, dass wir uns an den Umgang mit einem solchen Hund erst herantasten mussten. Dan wusste sehr genau, was er wollte und was nicht und zeigte dies auch recht deutlich. Nach vielen Gesprächen mit Hundetrainern und „Hundemenschen mit jahrzentelanger Erfahrung“ und nach diversen Lektüren lernten wir „unseren alten Mann“ besser zu verstehen und „seine Grenzen“ zu respektieren. Das Lernen beruhte durchaus auf Gegenseitigkeit, da  Dan mit der Zeit  durch uns lernte, was es heißt ein „normaler“ Hund zu sein. Bei seinem Einzug bei uns besaß Dan nur ein in die Jahre gekommenes Lederhalsband und einen Stahlmaulkorb. Durch seine zwei Paten wurde er mit der Zeit zum „bestausgestatteten“ Bewohner, da recht schnell klar war, dass er nicht mehr vermittelt werden würde. Er konnte diverse Spielzeuge, ein ergonomisches Hundebett und mehrere Garnituren an Halsbändern und Leinen und einen „bequemen“ Maulkorb sein eigen nennen.

Dan begann seine Streicheleinheiten zu genießen und lernte, dass es für uns OK war nur mit ihm zu spielen und auch ein wenig „rumzukaspern“ und er nicht  mehr funktionieren musste, sondern Hund sein konnte…

Leider verschlechterte sich in letzten Wochen sein gesundheitlicher Zustand derart rapide und drastisch, dass wir eine schwere Entscheidung treffen mussten. Er sollte nicht länger leiden müssen.

Am 16.9. ist „unser alter Mann“ über die Regenbogenbrücke gegangen und wir sind unendlich traurig darüber.

 

DAN, wir danken Dir

·         für die Zeit, die wir mit Dir verbringen durften

·         für die neuen Wege, die wir mit Dir beschritten haben

·         die Dinge die wir lernen durften

·         am aller meisten für die Zuneigung, die Du uns bis zuletzt entgegen gebracht hast!

 

„Rübe -Wir werden Dich nie vergessen“

Freitag, 23 März 2018 19:13

Abschied von Minka

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Minka war nicht lange bei uns im Tierheim. Bei einer Untersuchung wurde ein Harnblasentumor festgestellt und die Prognose war nicht gut. Ihre Vermittlungchancen deswegen auch nicht.

Sie war eine so geduldige und verschmuste Katze und hätte ihr Menschen am liebsten den ganzen Tag um sich gehabt. Eher ruhig vom Gemüt, packte es sie manchmal mit ihren geschätzten 16 Jahren und sie spielte wie ein Katzenjunges.

Montag, 19 März 2018 18:36

Abschied von Baghira

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Baghira kam wegen Erkrankung seiner Besitzerin zu uns ins Tierheim. Leider war er seit einigen Jahren an Diabetes erkrankt und mußte alle 12 Stunden seine Insulin-Sptize bekommen. Tagsüber übernahmen das die Tierpfleger und abends gegen 20 Uhr fanden sich immer Freiwillige die unserem Baghira seine Insulin-Spritze gaben. Wir haben selten einen Kater erlebt, der seine Spritze mit soviel Geduld und Ruhe hinnahm.

Dienstag, 18 April 2017 14:38

Abschied von Tiger

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Ein großes Kämpferherz hat aufgehört zu schlagen

am Donnerstag mußten wir unseren Tierheimkater Tiger wegen Wasser in der Lunge gehen lassen.

Tiger kam eines Tages durch eine Tierpflegerin in unser Tierheim und wurde dann bald in den Außenbereich entlassen, wo er sich wie ein Patriarch aufführte. Jeder Hund der ihm zu nahe kam wurde gnadenlos angegriffen und vertrieben. Bald hatte er seinen Ruf als gefährliche Katze weg.

Mittwoch, 19 April 2017 12:28

Der Himmel hat einen neuen Stern

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Heute mussten wir Abschied von unserem Opi Jacky nehmen...

Ein großes Herz hat aufgehört zu schlagen aber in vielen Menschen, die ihn von ganzem Herzen liebten, lebt er weiter. Jacky hat es leider in all den Jahren im TH nicht geschafft vermittelt zu werden aber dennoch hat er etwas sehr wertvolles gefunden. Ein ganzes Tierheim sein Zuhause zu nennen und viele Menschen ob Pfleger, Vorstand, Gassi-Geher, Paten, Ehrenamtliche.... alle waren sie seine Familie, schlossen ihn sofort in ihr Herz und das merkte man ihm an.

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