Unsere größte Herzensangelegenheit ist das Wohlergehen unserer Schützlinge. Für die Hunde sind regelmäßige „Auszeiten“ vom unvermeidbaren „Tierheimstress“ ein Highlight. Dazu gehört individuelle Zeit mit ihren Menschen zu verbringen, die Natur rund um das Tierheim zu genießen, sich auszupowern oder einfach nur z. B. am See entspannen zu können. Das alles typgerecht gestaltet und organisiert für die einzelne Fellnase!

Viele Mitglieder, Paten, ehrenamtliche Helfer und auch Vorstandsmitglieder hatten ihren Erstkontakt mit dem Tierheim durch das Gassigehen. Wenn das Wetter besser wird, steigen auch die Anfragen. Per Mail, per Telefon oder der Hof steht auf einmal voll. Gibt es keinen Hund, schaut man oft in enttäuschte Gesichter!

Viele möchten helfen und denken dabei an einen entspannten Spaziergang mit einem tierischen Begleiter! Man genießt gleichzeitig selbst die Natur und ein Tierheimhund ist dankbar dafür. Das ist ein schöner Gedanke, hat aber oft mit der Realität nicht viel zu tun. Wir haben nicht oft kinderfreundliche, gut erzogene, einwandfrei leinenführige und – vermenschlicht gesehen - dankbare Hunde. Hier bei uns haben auch Fellnasen mit schlimmer Vergangenheit ein Zuhause: Misshandlungen, Schläge, Vernachlässigung, aber auch fehlgeleiteter Beutetrieb, starke Übersprungshandlungen, Schutztrieb, Abneigung/Angst gegenüber Männern und/oder keinerlei Vertrauen in Fremde sind nur ein paar Beispiele. Auch wenn man sich selbst als hundeerfahren und sich dem gewachsen sieht, muss man sich zuerst kennen lernen und gegenseitiges Vertrauen aufbauen: sowohl zwischen Mitarbeiter und Gassigeher, als auch zwischen Hund und Gassigeher.

Unsere Mitarbeiter haben eine große Verantwortung und nehmen diese auch sehr ernst!Beißvorfälle mit anderen Hunden, Menschen oder ein entlaufener Schützling sind unbedingt zu vermeiden. Wer seinen anvertrauten Tierheimhund von der Leine lässt oder gar den Maulkorb entfernt und sich nicht an Anweisungen hält, der handelt grob fahrlässig und missbraucht unser Vertrauen!

Wir danken allen tollen Menschen, die mit Verständnis und großer Verantwortung auch mit unseren schwierigen "Fellen" unterwegs sind und super mit dem Team zusammenarbeiten!

Neben genug Kraft ist vor allem Einfühlungsvermögen und Geduld gefragt. Niemand darf unzählige Erziehungsversuche starten und dem Hund dadurch psychisch den Rest geben, auch wenn es gut gemeint ist.

Aktuell freuen wir uns auf kräftige Männer und auch sehr standfeste Frauen, die sich nicht überschätzen und vor allem Ruhe und Geduld mitbringen! Bitte haben Sie Verständnis für ein persönliches Vorstellen bei uns im Tierheim und ein Einführungs- & Kennenlerngespräch.

Würden Sie Ihren Hund sofort jedem Fremden in die Hand drücken? Unabhängig davon, ob es sich um einen einfachen, sehr ängstlichen, unsicheren oder ein für Fremde potenziell gefährlichen Problemhund handelt?
- Nein? Zum Wohle unserer Tiere und um Ihrer Sicherheit wegen, tun wir dies auch nicht.

 

Vielen Dank für Ihr Verständnis!

Ihr Vorstand und das Tierheim-Team